1. Bundesliga kurz erklärt

Die 1. Bundesliga-Luftpistole wurde im Jahr 1997 mit 16 Mannschaften in Deutschland eingeführt. Sie ist die höchste deutsche Klasse des Deutschen Schützenbundes.

Seit der Ligaaufstockung zur Saison 2015/2016 kämpfen insgesamt 24 Mannschaften um den begehrten Titel „Deutscher Mannschafts-Meister“. Pro Saison werden die Wettkämpfe von Oktober bis Februar ausgetragen.

Die 1. Bundesliga teilt sich zunächst in die Gruppe Nord und Gruppe Süd mit je 12 Mannschaften auf. In jeder Gruppe werden elf Rundenwettkämpfe pro Saison durchgeführt (Jeder gegen Jeden). Die jeweils zwei Tabellenletzten der Gruppen Nord sowie Süd steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Eine Relegation ist seit der Saison 2015/2016 nicht mehr vorgesehen.

Die jeweils vier besten Mannschaften der Gruppen Nord sowie Süd qualifizieren sich für das Finale in dem dann im K.O.-System bis zur Meisterschaft gekämpft wird. Der Sieger ist Deutscher Mannschafts-Meister in der jeweiligen Disziplin.

Wettkampfsystem:

Pro Wettkampf schiessen zwei Bundesliga-Mannschaften gegeneinander. Aus dem jeweils gemeldeten Mannschaftskader gehen 5 Schützen pro Wettkampf gleichzeitig an den Start. Es entscheidet nicht die Gesamtringzahl der Mannschaft, sondern die 5 Einzelduelle (System: „Mann gegen Mann“). Wer im Einzelduell mindestens 1 Ring mehr als sein direkter Gegner erzielt, hat einen Einzelpunkt gewonnen. Bei Ringgleichheit entscheidet ein Stechen. Der Mannschaftsgewinn wird durch 3:2 oder 4:1 oder 5:0 Einzelpunkte erreicht und mit 2 Mannschaftspunkten gewertet. Dieses Wettkampfsystem gilt im Bereich der mentalen Belastung als eine der grössten Herausforderungen.

Wettkampf:

Nach einer Vorbereitungs- und Probezeit von 15 Minuten startet der Wettkampf über 50 Minuten. In dieser Wettkampfzeit müssen 40 Wettkampfschüsse pro Schütze abgegeben werden. Für die individuelle Zeiteinteilung ist der Schütze selbst verantwortlich.

Besetzung der Wettkampfpositionen:

Die Rangfolge der Positionen 1 – 5 ergibt sich aus der aktuell persönlichen Stärke der Schützen (an Position 1 sind jeweils die stärksten Schützen gesetzt). Um die Positionen korrekt zu besetzen dient die vom DSB vorgegebene Setzliste. Hier wird jeder Schütze mit seinem aktuellen Setzergebnis (zu Saisonbeginn i. d. R. der Vorjahreswert) geführt. Nach jedem Wettkampf-Wochenende wird die Setzliste mit den Ergebnissen in der lfd. Saison angepasst. Damit verändert sich mehrfach die vorgegebene Reihenfolge der Mannschaftsaufstellung innerhalb der Saison.

Wettkampfmannschaft – Nationalität

Pro Wettkampf und Mannschaft darf nur ein Ausländer eingesetzt werden.

Jede teilnehmende Mannschaft ist grundsätzlich berechtigt Ausländer für die Bundesliga zu melden. Die Ausländer erhalten auf der Setzliste den Status A.

Ausnahmen gibt es bedingt für EU-Bürger, welche für ihr Heimatland nicht international schiessen, d.h. keine ISSF-Nr. haben und an keinen Mannschaftswettkämpfen auf nationaler Ebene teilnehmen. Diese erhalten den Status EU und sind dann den deutschen Schützen gleichgestellt.

Weitere Ausnahmen gibt es für Schützen, die keine EU-Bürger sind, wenn sie nachweisbar seit mindestens einem Jahr ihren Wohnsitz ununterbrochen in Deutschland haben und eine Erklärung abgeben, dass sie nicht an den Meisterschaften und Auslandswettkämpfen ihres Heimatlandes oder eines Drittlandes teilnehmen. Sie erhalten vom Deutschen Schützenbund eine Ausländerstartgenehmigung und den Status AS und sind dann den deutschen Schützen gleichgestellt.

Schützen mit doppelter Staatsbürgerschaft, von denen eine die Deutsche ist, sind als Deutsche einzustufen.