06.02.2026 Freitagmorgen Abfahrt zum Bundesligafinale, der Bus vollgepackt und fast alle an Bord. Schon im Vorfeld wussten wir, dass unsere zwei ukrainischen Teamschützen Viktor Bankin und Oleg Omelschuk nicht kommen dürfen. Der ukrainische Militärchef hatte die allgemeine Ausreisebewilligung auch auf sie angewendet. Unsere Devise: Wenn die Speerspitze fehlt, haben wir trotzdem ein starkes Team und geben unser Bestes. Ankunft am frühen Nachmittag und schon ging es ins Training in der Göbel´s Arena in Rotenburg an der Fulda.
07.02.2026 Viertelfinale
Dieses Jahr gab es eine Veränderung im Zeitplan und unser erster Wettkampfstart war um 09:00 Uhr gegen den drittplatzierten des Nordens, SV Falke Dasbach 1962.
Unser Team war gut vorbereitet und schoss einen ordentlichen Wettkampf. Besonders hervorzuheben ist Michael Schwald mit 384 Ringen und Patrick Meyer mit 381 Ringen. Für Cédrc Grisoni war es das erste Finale. Nach anfänglicher Nervosität kam er gut in den Wettkampf und holte ebenso wie Enrico Schaich den Einzelpunkt.
Für Sylvain Garçonnot war es nicht sein Tag. Er fand nicht in den Wettkampf rein.
Am Schluss stand es souverän 4:1 für den ESV Weil am Rhein mit einer Gesamtringzahl von 1872 (Dasbach 1846 Ringe).

Halbfinale um 18:00 Uhr gegen den langjährigen Nordmeister SV 1935 Kriftel
Schon im Vorfeld wussten wir, dass wird unser schwerster Wettkampf.
Auf Position 1 kämpfte Michael Schwald einen erbitterten Wettkampf gegen Christian Reiz. Michael lag von Beginn an zurück, konnte gegen Schluss noch Ringe aufholen, unterlag aber mit einem Ring und einem Gesamtergebnis von 385 seinem Gegner.
Cédric Grisoni schoss einen guten Wettkampf mit 378 Ringen, blieb aber chancenlos gegen seinen hervorragenden Gegner Ruslan Lunev, der mit einem Topp-Ergebnis von 391 Ringen abschloss.
Patrick Meyer schoss auf der 3. Position sich von Beginn an in Führung. Nach seinem konstanten Wettkampf gewann er den Einzelpunkt mit 378 Ringe gegen 375 Ringe von Dominik Sänger.
Auf Position 4 zeigte Enrico einen ordentlichen Wettkampf. Nach 20 Schuss lag er in Führung, konnte aber sein hohes Niveau von der 2. Passe nicht bis zum Schluss halten und verlor mit 376 zu 379 Ringen gegen Fabian Otto.
Nathalie Schelken wurde an Position 5 eingesetzt. Sie startete mit einer 96er und 95er Passe und lag in Führung. In der dritten Passe folgten ein Einbruch und der Führungsverlust. Sie kämpfte in der letzten Passe nochmals mit einer starken 95 Passe um den Sieg. Ein gutes Ergebnis von Nathalie mit 376 Ringen. Aber auch diesen Punkt holte sich Kriftel mit einem Ring Vorsprung von Maximilian Schenk.
An zwei Position mit je 1 Ring zu verlieren, das ist hart, aber nichts Ungewöhnliches.
Am Schluss ging der Sieg mit 4:1 nach Kriftel. Der ESV Weil am Rhein erzielte eine Gesamtringzahl von 1893 Ringen. Der SV Kriftel mit dem Finalbestergebnis von 1908 Ringen.

08.02.2026 Bronzefinale
Schon wieder sehr früh aufstehen, denn der Wettkampf startete um 09:00 Uhr gegen die Sportschützen St. Sebastianus Pier 2000. Pier hatte in der Vorrunde den 2. Tabellenplatz der Gruppe Nord erreicht, kein leichter Gegner.
Spannende Wettkämpfe bot das Mittelfeld, die Positionen 2 bis 4.
An Position 2 startete unser Cédric Grisoni mit zwei 97er Passen und ging in Führung. In der 3. Passe ging ihm etwas die Luft aus, doch er lag immer noch in Führung. Sein erfahrener Gegner Markus Kremser gelang ein konstanter Wettkampf und holte sich den Einzelpunkt mit einem Ring Vorsprung.
Der Wettkampf an der Position 3 entwickelte sich zwischen unserem Patrick Meyer und seinem Gegner Tobias Kaulen in ganz unterschiedliche Richtungen. Patrick startete verhalten mit einer 92er Passe. Sein Gegner mit 98 Ringen. Patrick legte konstant zu. Sein Gegner baute ab. Patrick Meyer gewann mit 4 Ringen Vorsprung seinen Wettkampf.
Unser Schnellschütze Enrico Schaich zeigte einen guten Wettkampf mit 376 Ringen.
Wir mussten lange warten, bis sein Gegner den 39 Schuss abgegeben hatte und klar war, der Punkt geht zum ESV Weil am Rhein.
An Position 5 konnte unsere Nathalie Schelken ihre Stärke vom Vortag nicht abrufen. Ihr Gegner konnte sich gut im Wettkampf steigern und baute seine Führung gegen Schluss weiter aus.
Unser Michael Schwald bot an der Position 1 ein Meisterstück. Schnell war er auf sehr hohem Niveau angekommen. Nach der 3. Passe war schon alles in „trockenen Tüchern“, doch er wollte mehr, kämpfte um jeden einzelnen Schuss bis zum Schluss.
Und da stand dann das Ergebnis mit 390 Ringen. Die ganze Halle klatsche für diese hervorragende Leistung. Die Freude war groß, bei ihm und dem gesamten Team.

Der ESV Weil am Rhein gewann den Wettkampf mit 3:2 und damit die Bronzemedaille in der Saison 2025/2026. Wir sind sehr glücklich darüber, denn wir wissen, die Luft ganz oben ist sehr dünn, d.h. Sieg und Niederlage liegen eng beieinander.
Deutscher Mannschaftsmeister 2026 wurde der SV Kelheim-Gmünd, der im Goldfinale sich mit dem letzten Wettkampfschuss zum Sieg mit 3:2 gegen den SV 1935 Kriftel durchsetzen konnte. Herzliche Gratulation an die Mannschaft von Kelheim-Gmünd. Der Meisterspiegel bleibt im Süden.
In den letzten fünf Saisons der 1. Bundesliga haben wir immer eine Medaille gewonnen. Wir haben und sind ein starkes Team. Und mit dieser Stärke wird der ESV Weil am Rhein wieder in die neue Saison 2026/2027 gehen.
Brigitte Ernst, Mannschaftsführerin